Allgemein · Stricken

Brioche Haube Grose

 

Diese Woche habe ich mein erstes Projekt in 2018 fertig gestellt – die Haube „Grose“ von der Designerin Kathrin Schubert. Ich hatte die Anleitung schon länger in meiner Liste, aber ich war lange auf der Suche nach der perfekten Wolle dafür.

Gestrickt habe ich die Haube in Enchanted Sheep DK in einem Blauen Duett – also in hellblau und dunkelblau. Die Wolle besteht zu 100% aus kuschelig weicher Merino Wolle und hat eine Lauflänge von 250 Metern auf 100g.

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Allgemein · Stricken

Two Color Brioche Cowl aus Enchanted Sheep Wolle

Heute möchte ich euch einen Cowl zeigen, der zu 100% von mir stammt – der „Two Color Brioche Cowl“, gestrickt aus wunderbar weicher DK Wolle von „Enchanted Sheep“. Die Wolle besteht zu 100% aus Merino und hat eine Lauflänge von 250 Meter auf 100g. Ich habe die Wolle gemeinsam mit meiner Geschäftspartnerin Simone unter unserem neuen Label „Enchanted Sheep“  (Instagram: https://www.instagram.com/enchanted_sheep_yarn/) gefärbt.

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Allgemein · Färben · Stricken

Cowl Wolkig aus selbstgefärbter Wolle

Vielleicht erinnert ihr euch noch an den selbst gefärbten Wollstrang aus  diesem Beitrag: „wie ich meine Wolle färbe„. Ich habe diesen Strang gleich im Sommerurlaub verstrickt um die selbst gefärbte Wolle zu testen.

Als Anleitung habe ich mir den Cowl „Wolkig“ von Martina Behm ausgesucht. Nachdem ich die Maschen angeschlagen hatte, habe ich fünf mal extra kontrolliert, dass die Maschen nicht verdreht sind und die Strickarbeit zur Runde geschlossen. Leider ist es mir dennoch zwei mal passiert, dass die Maschen verdreht waren. Als Abhilfe habe ich daher beim letzten – weil erfolgreichen – Versuch nach dem Anschlag eine Reihe glatt rechts gestrickt. Durch die zusätzliche Reihe war es noch leichter das Verdrehen zu überprüfen und zu verhindern.

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Färben

wie ich meine Wolle färbe

Ich habe im letzten Beitrag ja versprochen eine kurze Anleitung zu schreiben, wie ich meine Wolle färbe. Bei meinem ersten Färbeversuch habe ich ja leider vergessen regelmäßige Fotos zu machen um die einzelnen Arbeitsschritte zu dokumentieren, das habe ich mittlerweile nachgeholt.

Gefärbt habe ich dieses Mal einen Strang Merino mit bunten Donegal Tweed Einschlüssen (Neps), mit einer Lauflänge von 400 Metern auf 100 g. Als Farbe habe ich mir ein kräftiges blau-türkis ausgesucht.

Stränge abbinden: Die Wolle war vom Händler an einigen Stellen abgebunden, das ist wichtig für das Färben. Beim Färben im Kochtopf wird die Wolle nämlich etwas bewegt, und ohne ein gründliches Abbinden entsteht ein heilloses Wirrwarr. Leider waren bei meinem ersten Färbeversuch die Abbindestellen eines Strangs zu locker, so benötigte ich für das Entwirren für diesen Strang in Etwa 6 Stunden. Es ist daher jedenfalls empfehlenswert alle Abbindestellen zu überprüfen und ggf. den Strang an zusätzlichen Stellen abzubinden. Bei meinem Zweiten versuch habe ich besonders genau darauf geachtet.

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Einweichen: Vor dem Färben ist es wichtig, dass die zu färbenden Wollstränge gut durchfeuchtet sind, damit die Farbe später besser in die Wolle eindringen kann. Ich habe die Wolle in Leitungswasser mit einem Tropfen Spülmittel für ca 30 Minuten eingeweicht.  Ich habe die Wolle dazu immer wieder gleichmäßig unter Wasser gedrückt, leicht „geknetet“ (es war wohl eher ein aneinander drücken) und geschaut dass keine Luftbläschen um die Wolle sind.

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Farbbad vorbereiten: Zuerst wurde die gewünschte Farbe gemischt und mit heißem Wasser in einem kleinen Glas angerührt. Inzwischen habe ich meinen Färbekochtopf mit Wasser gefüllt, die Farblösung in den Wassertopf gegeben und den Herd eingeschaltet.

Wolle in das Farbbad: Bevor das Wasser zu warm wurde, habe ich die eingeweichte Wolle in das Farbbad gegeben. Wichtig ist es, dass das Wasser und die Wolle annähernd die gleiche Temperatur haben, da ansonsten die Gefahr besteht, dass die Wolle verfilzen kann. Langsam steigt die Temperatur im Kochtopf an, bevor das Wasser zu kochen beginnt habe ich Essig (Daumenregel: pro 100g Wolle, 1 EL Essig) in das Farbbad gegeben.

Wolle färben: Ich habe die Wolle in Summe in Etwa 20-30 Minuten im heißen Wasser gelassen, das Wasser ist dabei mehrmals kurz aufgekocht (der Prozess wurde leider durch einen kurzen Stromausfall unterbrochen).

Während des Färbevorgangs wird das Wasser des Farbbads immer heller, das heißt, die Wolle  nimmt immer mehr Farbe an. Sobald das Wasser klar ist, ist der Färbevorgang beendet.

Gefärbte Wolle aus dem Farbbad: Nachdem das Wasser des Farbbads klar geworden ist, und somit die ganze Farbe in der Wolle aufgenommen wurde, habe ich die Wolle langsam im Topf abkühlen lassen. Sobald die Wolle auf Handtemperatur ausgekühlt ist, habe ich sie aus dem Farbbad entnommen, unter fließendem Wasser ausgespült und zum Trocknen auf den Balkon gehängt.

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Nach dem Trocknen sieht der Strang so aus:fullsizeoutput_3eef

Färben

…jetzt färbt sie auch Wolle…

Inspiriert durch ein Stricktreffen Anfang August mit lieben Strickfreundinnen, bei dem wir gemeinsam Wolle mit Lebensmittelfarben gefärbt haben, habe ich beschlossen, ab jetzt meine eigene Wolle zu färben und zu verstricken. Ich finde die Idee sehr reizvoll, Wolle genau nach meinen Wünschen und Vorstellungen selbst zu färben und dann zu verarbeiten.

Keine Sorge, ich werde weiterhin gefärbte Wolle kaufen und darüber berichten, aber ich möchte künftig nicht nur meine Wolle selbst verstricken, sondern diese auch nach meinen Farbvorlieben vorbereiten.

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Allgemein · Stricken

StrickmichClub 2017 Teil 1: Bellrose und Plum Leaf

Nachdem mir der Strickmich! Club im Jahr 2016 sehr viel Strickfreude bereitet hat (StrickmichClub 2016 Teil 1: Snowflake Party und Smooth Sailor und StrickmichClub 2016 Teil 2: Puerto Montt und Toranja, habe ich mich entschieden auch in 2017 am Strickmich! Club teilzunehmen.

Auch für 2017 sind vier Wolllieferungen mit exklusiven, neuen Anleitungen versprochen worden. Über die ersten beiden Lieferungen möchte ich nun hier schreiben, die dritte Lieferung liegt bereits bei mir zuhause, ich habe das Päckchen schon geöffnet (ja ich bin da immer sehr neugierig und muss sofort sehen, was Martina sich schönes ausgedacht hat). Über dieses Päckchen werde ich aber noch nicht schreiben, da das offizielle Anstrickevent noch nicht war, und ich anderen (die geduldiger als ich sind), die Vorfreude nicht verderben möchte.

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Allgemein · Stricken

Sommerpulli Donner

Am Freitag war es soweit – ich konnte endlich meinen Sommerpullover Donner fertigstellen. Ich hatte ja schon hier über die Maschenprobe bzw. hier über den Pullover geschrieben.

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Nachdem der Pullover nun fertig gestrickt ist, habe ich mir meine Gedanken zur Anleitung gemacht:

Pullover Konstruktion: Der Pullover strickt sich nahtlos von oben nach unten, begonnen wird am oberen Rücken bei der Schulter. Zuerst wird über die Höhe der späteren Ärmelöffnung gerade nach unten gestrickt- hier muss man einfach nur der ausführlichen Anleitung folgen, und darf sich nicht verunsichern lassen, dass der Pullover breit wirkt. Die Ärmel sind etwas überschnitten – ein gewisser Teil der Breite des Anfangs zählt bereits zu den Ärmeln. Sobald die gewünschte Höhe erreicht wurde, legt man die Maschen still und strickt vom oberen Rand weiter die Schultern nach vorne – jetzt wird mit verkürzten Reihen der Schulterbereich und der Ausschnitt geformt. Dabei hilft es, das Hirn auszuschalten und einfach stur der Anleitung zu folgen. Diese ist extrem ausführlich und genau gehalten. Wie durch ein Wunder (zumindest kam es mir während des Strickens so vor), passen am Ende das linke und das rechte Vorderteil perfekt zusammen. Sobald auch am Vorderteil die gewünschte Höhe erreicht ist, wird das Strickstück zur Runde geschlossen und der Rumpf wird bis zur gewünschten Länge gestrickt. Zum Abschluss werden rund um die Ärmelöffnung Maschen aufgenommen und die Ärmel mit verkürzten Reihen geformt und schließlich fertig gestrickt.

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Stil der Anleitung: Die Anleitung von Elizabeth Doherty ist sehr genau und detailliert beschrieben. Sie hat sich zu vielen winzig kleinen Details Gedanken gemacht. Oft habe ich mich während des Strickens gefragt, warum kleine Details (z.b. die Platzierung der Ärmelabnahmen) so erfolgten. Nach mehreren Runden Stricken fiel mir dann auf, wie clever die Ärmelabnahmen so genau in der Musterreihe verschwinden und somit praktisch unsichtbar sind. Mir gefallen derart ausführliche Anleitungen sehr gut, und bisher hatte ich bei den Anleitungen von Elizabeth Doherty immer recht, wenn ich mich im Zweifel einfach an die Anleitung gehalten habe und ihr stur gefolgt bin.

Umrechnen der Maschenprobe: Ich hatte mit meiner Wolle, Linum von The uncommon Thread eine etwas abweichende Maschenprobe, die ich umrechnen musste. Das hatte ich bereits hier Leinen los… mein erstes Leinen-Strickwerk beschrieben. Ich muss sagen, nachdem der Pullover fertig gestrickt ist, und auch gewaschen ist, passt er mir perfekt. Das Umrechnen hat für mich perfekt funktioniert und ich werde wohl bei meiner Umrechnungsvariante verbleiben.  (Maschen laut Maschenprobe / Maschen laut Anleitung * gewünschtem Brustumfang = Brustumfang der zu strickenden Größe)

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Wolle: Ich habe für den Pullover die Wolle Linum von The uncommon Thread verwendet. Dabei handelt es sich um ein  50% aus Baby Alpaca, 25% Leinen und 25% Seide Gemisch. Die Wolle hat eine Lauflänge von 400m auf 100g. Während des Strickens war die Wolle sehr angenehm zu verarbeiten. Nach dem Waschen und während des Tragens fühlt sie sich sehr weich an. Durch das Leinen/Seidengemisch ist die Wolle für den Sommer sehr angenehm zu tragen – und nicht zu heiß. Nach dem Waschen haben sich die Unregelmäßigkeiten im Strickbild auch sehr gut ausgeglichen, die einzelnen Maschen haben nun ein ebenmäßiges Erscheinungsbild.

Fazit: Alles in Allem kann ich sowohl die Anleitung, als auch die verwendete Wolle weiterempfehlen. Die Anleitung ist sehr ausführlich und detailliert verfasst, die Designerin hat sich zu sehr vielen Kleinigkeiten Gedanken gemacht und diese in die Anleitung aufgenommen. So ist eine sehr schöne Anleitung für ein tolles Modell entstanden.