Stricken

Fabius, der Fangmuster Cowl

Erinnert ihr euch noch an Fabius, den Fisch aus dem Disney Film „Die kleine Meerjungfrau“ – inspiriert von seinen Farben, habe ich einen Cowl gestrickt.

Die Besonderheit dieses Cowls ist allerdings nicht die Farbwahl, sondern die verwendete Technik: der Tuck-Stitch (oder auf Deutsch, das Fangmuster). Ich habe diese Technik bei einem Workshop mit der wunderbaren Nancy Marchant (http://www.briochestitch.com) kennen gelernt.

Die Wolle: Für meinen Cowl habe ich die weiche Wolle von KPC Yarn in Novomerino DK  in den Farben Beehieve und Brittany verwendet. Die Wolle hat einen Lauflänge von ca 250m auf 100g. Sie stammt aus einem kleinen Wollgeschäft aus Wien, dem Laniato, das sich auf tierfreundliche und nachhaltige Wolle spezialisiert hat. Ich habe jeweils ein Knäuel zu 50g für meinen Cowl verstrickt.

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Das Muster des Cowls: Beim Tuck-Stitch handelt es sich um eine Abwandlung es Patentmusters (oder Brioche Stitch), dabei werden gewisse Maschen (je nach Muster) nicht gestrickt, sondern mit einem Umschlag (yarn over) gearbeitet. Erst in einer der nächsten Reihen wird die Masche mit all ihren Umschlägen gemeinsam abgestrickt. Dadurch ergibt sich ein spannendes Muster, sowohl auf der Vorderseite, als auch auf der Rückseite des Strickstücks.

Die interessanten Effekte ergeben sich dabei nicht nur aus der Technik, sondern auch aus dem Stricken der Reihen mit zwei Farben. Dabei wird eine Runde bzw. Reihe immer mit einer Farbe gestrickt und je nach Muster nach ein paar Reihen die Farbe gewechselt.

Nancy hat auf ihrer Homepage unterschiedliche Fangmuster Vorlagen veröffentlicht, die alle spannende Effekte ergeben: Weitere Fangmuster-Vorlagen  Angeblich soll im Herbst ein ganzes Buch zum Thema Fangmuster von Nancy veröffentlicht werden. Ich bin schon gespannt darauf, welche tollen Muster sie sich einfallen lassen wird.

Der Workshop: Im Workshop haben wir zuerst anhand eines kleinen Wollrestes die Grundlagen des Fangmusters geübt, damit wir mit der Technik vertraut werden. Anschließend begann jeder mit dem Stricken seines eigenen Cowls im eigenen Fangmuster-Muster. Nancy hielt den Kurs zwar auf Englisch, sie hat aber alles so genau erklärt und vorgezeigt, dass es keine große Schwierigkeit war, ihr zu folgen. Wenn man das Prinzip des Fangmusters einmal verstanden hat, ist es keine wirkliche Hexerei es zu stricken. Am Anfang ist es vielleicht ungewohnt, aber das Ergebnis spricht für sich.

Der Cowl: Für den Cowl habe ich 116 Maschen angeschlagen, eine Runde rechte Maschen  rechts und eine Runde linke Maschen gestrickt. Dann ging es schon mit dem Fangmuster los (welches über vier Maschen gestrickt wird). Ich habe das Garn recht genau abgewogen, und als die Hälfte des gesamten Garns verbraucht war, habe ich die Farben gewechselt.

Im nächsten Foto sieht man den Cowl von beiden Seiten. Durch das Muster kann ich mich gar nicht entscheiden, welche Seite des Cowls schöner ist. Er ist jedenfalls beidseitig gut tragbar und vorzeigbar. Sobald es etwas kühler wird, werde ich ihn wieder oft ausführen.

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