Färben

wie ich meine Wolle färbe

Ich habe im letzten Beitrag ja versprochen eine kurze Anleitung zu schreiben, wie ich meine Wolle färbe. Bei meinem ersten Färbeversuch habe ich ja leider vergessen regelmäßige Fotos zu machen um die einzelnen Arbeitsschritte zu dokumentieren, das habe ich mittlerweile nachgeholt.

Gefärbt habe ich dieses Mal einen Strang Merino mit bunten Donegal Tweed Einschlüssen (Neps), mit einer Lauflänge von 400 Metern auf 100 g. Als Farbe habe ich mir ein kräftiges blau-türkis ausgesucht.

Stränge abbinden: Die Wolle war vom Händler an einigen Stellen abgebunden, das ist wichtig für das Färben. Beim Färben im Kochtopf wird die Wolle nämlich etwas bewegt, und ohne ein gründliches Abbinden entsteht ein heilloses Wirrwarr. Leider waren bei meinem ersten Färbeversuch die Abbindestellen eines Strangs zu locker, so benötigte ich für das Entwirren für diesen Strang in Etwa 6 Stunden. Es ist daher jedenfalls empfehlenswert alle Abbindestellen zu überprüfen und ggf. den Strang an zusätzlichen Stellen abzubinden. Bei meinem Zweiten versuch habe ich besonders genau darauf geachtet.

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Einweichen: Vor dem Färben ist es wichtig, dass die zu färbenden Wollstränge gut durchfeuchtet sind, damit die Farbe später besser in die Wolle eindringen kann. Ich habe die Wolle in Leitungswasser mit einem Tropfen Spülmittel für ca 30 Minuten eingeweicht.  Ich habe die Wolle dazu immer wieder gleichmäßig unter Wasser gedrückt, leicht „geknetet“ (es war wohl eher ein aneinander drücken) und geschaut dass keine Luftbläschen um die Wolle sind.

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Farbbad vorbereiten: Zuerst wurde die gewünschte Farbe gemischt und mit heißem Wasser in einem kleinen Glas angerührt. Inzwischen habe ich meinen Färbekochtopf mit Wasser gefüllt, die Farblösung in den Wassertopf gegeben und den Herd eingeschaltet.

Wolle in das Farbbad: Bevor das Wasser zu warm wurde, habe ich die eingeweichte Wolle in das Farbbad gegeben. Wichtig ist es, dass das Wasser und die Wolle annähernd die gleiche Temperatur haben, da ansonsten die Gefahr besteht, dass die Wolle verfilzen kann. Langsam steigt die Temperatur im Kochtopf an, bevor das Wasser zu kochen beginnt habe ich Essig (Daumenregel: pro 100g Wolle, 1 EL Essig) in das Farbbad gegeben.

Wolle färben: Ich habe die Wolle in Summe in Etwa 20-30 Minuten im heißen Wasser gelassen, das Wasser ist dabei mehrmals kurz aufgekocht (der Prozess wurde leider durch einen kurzen Stromausfall unterbrochen).

Während des Färbevorgangs wird das Wasser des Farbbads immer heller, das heißt, die Wolle  nimmt immer mehr Farbe an. Sobald das Wasser klar ist, ist der Färbevorgang beendet.

Gefärbte Wolle aus dem Farbbad: Nachdem das Wasser des Farbbads klar geworden ist, und somit die ganze Farbe in der Wolle aufgenommen wurde, habe ich die Wolle langsam im Topf abkühlen lassen. Sobald die Wolle auf Handtemperatur ausgekühlt ist, habe ich sie aus dem Farbbad entnommen, unter fließendem Wasser ausgespült und zum Trocknen auf den Balkon gehängt.

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Nach dem Trocknen sieht der Strang so aus:fullsizeoutput_3eef

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