Weben

Weitere Webeabenteuer

Leider wurde ich vom Web-Virus befallen und habe neben dem einfachen Webrahmen, von dem ich im letzten Beitrag erzählt habe, einen „kleinen“ Tischwebstuhl angeschafft.

Es handelt sich um einen Tischwebstuhl, der 60 cm breit ist und über 8 Schäfte verfügt. Wer gedacht hätte, dass es mit der Anschaffung erledigt ist, und man loslegen kann, hat sich geirrt – so einfach wie beim Webrahmen war es schon mal nicht, die Kette (also die Längsfäden) zu schären.. es hat auch nur knapp 15 Monate gebraucht, bis ich einen Schärrahmen zu Weihnachten bekommen habe, dann konnte das Weben losgehen.. (ja der Webstuhl stand aufgebaut 15 Monate im Wohnzimmer – ich war irgendwie paralysiert, und hatte mich nicht getraut anzufangen)

Also hatte ich den Schärrahmen zuhause, dann musste ich mich einlesen, wie man die Kette richtig schärt, und siehe da.. nach 2 Fehlversuchen war die Kette für mein erstes Projekt schon erstellt.

 

Ich hab dazu ein Lace Garn von Rohrspatz und Wollmeise in der Farbe Pfauenauge NIP verwendet. Es war gar nicht so leicht, die Kette so zu schären, dass sich die Farbwiederholungen genau ausgehen.

 

Als nächstes plante ich dann, welches Muster es werden sollte. Inspiration und viele tolle Tipps und Hinweise holte ich mir von dieser englischen Seite: weavingspace. Ich entschied mich bei meinem ersten Projekt gleich alle 8 Schäfte zu nutzen und begann damit meine 8 Schäfte mit Wolle zu füllen…

 

Ich habe dabei immer 14 Fäden als eine Gruppe angesehen, und diese nach dem verteilen auf die richtigen Schäfte mit einem kleinen Knoten gesichert. Wichtig war es mir, die Zuteilung zu den Schäften gleich zu überprüfen, nichts wäre ärgerlicher, als am Ende festzustellen, dass am Anfang ein Fehler ist, und die ganze Arbeit umsonst wäre.

Danach musste ich die Fäden noch durch das Webeblatt ziehen, und schon war es geschafft.. ich möchte mich gar nicht erinnern, wie lange die Vorbereitung gedauert hat.. gefühlt war es Ewig und 3 Tage…

Richtig spannend wurde es dann, als ich dann mit dem tatsächlichen Weben begonnen habe.. ich habe mich entschieden meinen Schal mit einem einfachen Zackenmuster zu beginnen, das sich dann in der Mitte zu einem Rauten-Muster entwickelt um dann am anderen Ende wieder zum Zackenmuster zu werden.

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Der Anfang ist zwar noch nicht perfekt, aber für mein erstes Webprojekt am Tischwebstuhl bin ich ganz zufrieden 🙂

Allgemein, Weben

Neue textile Herausforderungen – Weben für und mit einer Anfängerin

Neben dem Stricken bin ich seit längerem schon dem Weben verfallen – besonders im Sommer, wenn ein großen Strickstück auf den Beinen oft für unangenehme Hitze sorgt ist das Weben am Webrahmen eine kühle angenehme Alternative!

Ich habe zum Weben einen Rigid Heddle Loom von der Firma Ashford gekauft, auf dem ich anfangs sehr schnell kleinere Projekte fertig gestellt habe. Nach einigen Übungswerken und den entsprechenden Erfahrungen habe ich mich dann an herausfordernde Werke gemacht.

Mein erstes besonderes Werk für mich war ein breiter Sommerschal aus einer für mich wundervollen Wolle von Miss Babs. Auf den Bildern sieht man den Werdegang vom Aufbäumen der Kettfäden über etwas gewobenen Stoff bis zum fertigen Schal mit Fransen…

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Nach dem Dämpfen und bügeln hat sich der Schal wundervoll entwickelt und wurde zum treuen Begleiter.

 

Gleich darauf musste ich den nächsten Schal starten, ich war vom Web-Virus infiziert, nach etwas Planung (es sollte doch ein „aufwändigeres“ Muster werden)…

… konnte das Weben losgehen.

 

Die Dreiecke entstehen durch unterschiedliche Schussfäden, die ich an der jeweils gewünschten Stelle verkreuzt habe.

Auch hier habe ich Wolle von Miss Babs verwendet, der Schal ist wunderbar weich geworden, leider habe ich nicht bedacht, dass die Wolle beim Weben unter Spannung steht, und wenn sie nicht mehr am Webrahmen gespannt ist, dass das Werk etwas kürzer wird. Der Schal ist nun etwas kurz geraten und ich kann ihn nur 1 Mal um den Hals wickeln, aber dennoch trage ich auch diesen Schal sehr gerne.

 

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Advent MKAL oder was lange währt, wird endlich gut

Heute möchte ich euch mein neuestes Tuch zeigen, auf das ich besonders stolz bin. Es handelt sich dabei um ein gemeinsames Werk der talentierten Designerin Monie Ebner – iscula und der wunderbaren Wollfärberin Alexandra von der Zauberwiese. In einer Zusammenarbeit der beiden entstand die Anleitung MKAL Advent bzw. jetzt Janevi.

Ich habe mein Janevi Tuch aus der Zauberwiese Merino-Yak Sport Qualität gestrickt. Die Wolle besteht zu 80% aus Merino Wolle und zu 20% aus Yak Wolle und ist unglaublich weich und anschmiegsam. Die Wolle hat eine Lauflänge von 300m auf 100g, für das Tuch habe ich ziemlich genau 400g benötigt (mein Rest nach dem abketten war wirklich sehr klein). Gestrickt habe ich es mit Nadelstärke 3,25. Zusätzlich benötigt man zwei Knöpfe, dann kann das Tuch auf raffinierte Weise geschlossen werden.

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Hier seht ihr schon meine beiden Katzen, die die Wolle offenbar schon im Strang sehr gerne haben 🙂

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StrickmichClub 2017 Teil 1: Bellrose und Plum Leaf

Nachdem mir der Strickmich! Club im Jahr 2016 sehr viel Strickfreude bereitet hat (StrickmichClub 2016 Teil 1: Snowflake Party und Smooth Sailor und StrickmichClub 2016 Teil 2: Puerto Montt und Toranja, habe ich mich entschieden auch in 2017 am Strickmich! Club teilzunehmen.

Auch für 2017 sind vier Wolllieferungen mit exklusiven, neuen Anleitungen versprochen worden. Über die ersten beiden Lieferungen möchte ich nun hier schreiben, die dritte Lieferung liegt bereits bei mir zuhause, ich habe das Päckchen schon geöffnet (ja ich bin da immer sehr neugierig und muss sofort sehen, was Martina sich schönes ausgedacht hat). Über dieses Päckchen werde ich aber noch nicht schreiben, da das offizielle Anstrickevent noch nicht war, und ich anderen (die geduldiger als ich sind), die Vorfreude nicht verderben möchte.

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